Ausbildungswochenende
Beim diesjährigen Fachdienstlager BRK-Rettungshundestaffeln in Schwaben, welches an der Wasserwacht-Station Aindling (Sander Seen) - ca. 20km NO von Augsburg am 21/22.05 statt fand, wurde das Schwerpunktthema "Vermisstensuche an und auf Gewässern" trainiert. Es waren Hundeführer und Helfer aus den BRK-Staffeln Günzburg, Augsburg und Donauwörth dabei, sowie die Kameraden der BRK-Wasserwacht Aindling.
Als man sich am Samstag morgen traf, gab es erst mal ein gemeinsames Frühstück - parallel wurden die Gruppen eingeteilt (bunt gemsicht aus den teilnehmenden Staffeln) und Organisatorisches besprochen.
Gewöhnung stand an erster Stelle
Da für die meisten Hundeführer und Hunde das Schwerpunktthema eine neue Erfahrung war, wurde es ganz langsam angegangen. Die Hunde wurden erst mal an Schwimmwesten gewöhnt und haben Ihre erste Erfahrungen mit einem Boot gemacht.
Es wurden dann kleine Runden auf dem See gedreht, damit der Hund sich an die Bewegungen des Bootes gewöhnen könnte. Hier war auch der Bootsführer gefordert, da er die Geschwindigkeit an den Hund anpassen musste. Manche Hunde haben es tollgefunden wenn es Vollgas über den See ging, andere haben ein wenig mehr Zeit zur Eingewöhnung gebraucht und waren dankbar, als sie wieder festen Boden unter Ihren Pfoten hatten.
Aber es war nicht nur Bootfahren angesagt, sondern es wurde auch daran gearbeitet, dass die Hunde die sichere Anzeige bei einer, im Wasser befindlichen, Personen beherrschen.
Am Anfang der Übung saß eine Versteckperson sichtbar in Ufernähe im Wasser. Langsam hat man dann die einzelne Hunde daran gewöhnt das Sie nicht immer zu der Versteckperson gehen können, sondern dass sie am Ufer bleiben und dann dem Hundeführer anzeigen das Sie jemanden gefunden haben. Es wurden für die Hunde auch immer verschiedene Opferbilder nachgespielt, mal war nur der Kopf der Person zu sehen und ein anderes mal trieb die Versteckperson auf dem Bauch im Wasser. Hier gab es aber nicht nur für die Hunde eine Herausforderung sondern auch die Kameraden von der Wasserwacht haben eine Menge über die Ausbildung mit unseren Hunden gelernt.Denn jeder Hund der eine Person gefunden hat wollte natürlich eine Belohnung von der Versteckperson.
Zwischendurch gab es natürlich immer wieder Pausen für die 2 und 4 Beiner. Auch wenn die Arbeit immer eine Menge Spaß gemacht hat, so war es auch sehr anstrengend. Da es am Samstag sehr warm war, haben die Hunde es genossen eine Abkühlung zu nehmen.
Danach ging es aber wieder weiter mit der Arbeit!
Jetzt durften die Hunde wieder Boot fahren und unter Beweis stellen das Sie auch vom Boot aus anzeigen können. Hier mussten Sie alles anwenden was Sie am diesen Tag gelernt hatten. Sie mussten sich sicher auf dem Boot fühlen und sich auf dem, doch recht wackeligen, Untergrund zurechtfinden. Der Hundeführer musste dafür Sorge tragen, dass sein Hund nicht voller Tatendrang zu der Person in´s Wasser springt.
Für's leibliche Wohl war gesorgt
Nach dem die Hunde diese Aufgabe auch erfüllt hatten, ging der arbeitsreiche Tag langsam dem Ende entgegen. Gegrillt wurde durch die Kameraden der Wasserwacht, die am gesamten Wochenende für das leibliche Wohl sorgten. Dafür ein großes Lob (bei den Mahlzeiten blieb nichts übrig und das lag nicht etwa an zu geringer Menge) und vielen Dank. Es mussten auch noch die Zelte für die Übernachtung der Hundeführer und Ihre Hunde aufgebaut werden. Nach dem gemeinsamen Grillen gab es noch eine gemütliche Runde, bei der man sich die Foto´s auf dem Beamer angeschaut hat, die am Tag gemacht worden sind.
Recht früh haben sich dann alle in ihre Nachtquartiere eingefunden, denn Sie wussten ja das es am nächsten Morgen weiter geht.
Sonntagmorgen haben sich dann alle Teilnehmer wieder zum gemeinsamen Frühstück getroffen.
Es wurden kurz die Trainingseinheiten für den Tag besprochen und sofort ging es auch gleich weiter mit dem Übungsbetrieb. Schwerpunkt der Arbeit am diesen Tag war das Erlernte vom Vortag nochmals sicher anzuwenden.
Leider ging der Tag am frühen Nachmittag schneller zu Ende als es den Teilnehmer lieb war. Ein Gewitter zog auf und da wir direkt am und im Wasser traininerten , musste sicherheitshalber das Training abgebrochen werden.
Andreas Weimann
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