„Großeinsatz am Open Air Festival in Ersingen.Über 16 Verletzte. Die Wetterbedingungen erschwerte die Versorgung der Opfer.“
So hätte die Schlagzeile in der Zeitung heißen können, hätte es sich am 7. März 2009 nicht um die erste Großübung des Jugendrotkreuzes Ulm gehandelt.
An diesem Tag trafen sich das Jugendrotkreuz der umliegenden Ortsgruppen sowie Schulsanitätsdienste und die Jugendfeuerwehr Erbach, gemeinsam in Ersingen am Kieswerk. Doch ging es an diesem Tag nicht darum, miteinander einen gemütlichen Tag zu verbringen, sondern den Ernstfall zu proben.
Ziel war es möglichst realitätsnah eine Unfallssituation nachzustellen.
Damit dies gelang wurde davon ausgegangen, dass in der Nähe des Kieswerkes ein großes Open Air Festival statt fand. Jedoch sollte es nicht ohne Komplikationen ablaufen,
denn eine Gruppe Jugendlicher, stieg auf Kiesberge, alte Hütten und Gemäuer. Dabei verunglückten die Jugendlichen. Es gab von der Schürfwunde über den Schock bis hin zum offenen Bruch und Bewusstlosigkeit alle Arten von Verletzungen. Um alles möglichst Realitätsgetreu zu machen wurden zunächst die Mimen (Personen die, die Opfer darstellten) geschminkt und auf dem Kieswerk platziert.
Einige Minuten später begann die Übung, „zufällig anwesende“ Erst-Helfer leisteten zunächst Erste Hilfe und setzten in vielen Fällen den Notruf ab. Plötzlich kamen aus allen Ecken Schmerzensschreie und man sah, Verwundete aufgeregt umher laufen. Ca. 10 Minuten nach dem Absetzen des Notrufs, trafen die ersten Rettungswagen ein. Die Rettung der Verletzten wurde durch die Kälte und das Regenwetter erschwert und durch die Menge der Verletzten mussten zunächst Rettungszelte aufgebaut werden.
Die nur leicht verletzten Personen wurden direkt vor Ort versorgt andere wurden zunächst mit Rettungsdecken warm gehalten und dann schnellstmöglich in das Rettungszelt gebracht wo sie weiter versorgt werden konnte.
Nicht jeder Verletzte ließ sich so einfach behandeln, viele unter Schock stehende Personen, irrten durch das Kieswerk und waren orientierungslos. Diese wurden dann von der anwesenden Hunderettungsstaffel aus Günzburg gesucht und dann an Sanitäter übergeben. Nach über zwei Stunden war die Übung dann zunächst erfolgreich beendet.
Im Anschluss an die Übung gab es eine Besprechung mit den anwesenden Person. Es wurde darüber gesprochen, was für Fehler in der ein oder andren Situation passiert sind und wie man diese hätte vermeiden können. Jedoch lief die Übung im Großen und Ganzen sehr gut ab. Währendessen durften die Hunde der Rettungsstaffel noch einmal richtig ran.
Denn eine Person wurde erneut vermisst. Nun galt es die vermisste Person möglichst schnell zu finden, da es draußen sehr nass und kalt war. Also startete die Staffel sofort mit einem ihrer Hunde dieser fing gleich an zu suchen, zunächst suchte er den Umkreis des nahe liegenden Sees und dann den Waldrand ab. Wo er dann auch bald die vermisste Person gefunden hatte und seinem Herrchen angezeigt hatte, wo die Person liegt.
Als dann auch die letzte Person versorgt und zum Lager gebracht wurde hat die Rettungsstaffel den anwesenden Jugendlichen noch einen kleinen Einblick in die Welt der Rettungshunde gewährt.
Es wurde vorgeführt und erklärt auf welche Weisen, ein Hund anzeigt, dass er jemanden gefunden hat.
Natürlich kamen die Hunde dabei nicht zu kurz, denn es war nicht nur für das leibliche Wohl der Menschen gesorgt, sondern auch für die Hunde. Von Leckerlis bis hin zur Streicheleinheit wurden die Hunde nach getaner Arbeit verwöhnt.
Sie hatten es sich auch reichlich verdient.
Es war erstaunlich und auch sehr erfreulich zu sehen, wie die Ortsgruppen, die Feuerwehr und Hunderettungsstaffel, Hand in Hand gearbeitet haben. Wenn einer Hilfe brauchte war sofort jemand zur Stelle egal ob man denjenigen kannte oder nicht. Versorgt wurden alle und auch bei Fragen gab es immer jemanden der die Jugendlichen unterstützte.
Alles in Allem war es ein sehr gelungener Tag trotz des Wetters, jedoch wurde der Ernstfall geprobt und wenn dieser eintritt, darf das Wetter auch keine Rolle spielen.
S. Preißing, FSR Langenau, 10c
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